Allianz für die globale „Holzbau-Wende“
Wissenschaft und Industrie bündeln Kräfte gegen die „Heißzeit“
„Wir bewegen uns auf gefährliche Kipppunkte im Klimasystem zu. Gleichzeitig ist die globale gebaute Umwelt für mehr als ein Drittel der CO₂-Emissionen verantwortlich – hier befindet sich deshalb der größte Hebel, um eine drohende ‚Heißzeit‘ noch abzuwenden“, betont Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Generaldirektor des IIASA, zum Auftakt in Wien. „Städte müssen von CO₂-Quellen zu Kohlenstoffsenken werden. Der Holzbau ist dafür das wichtigste Werkzeug.“
Wissenschaft erläutert Konzept der ‚Wald-Bau-Pumpe‘
„Durch die Verbrennung fossiler Energieträger und die Zerstörung natürlicher Ökosysteme hat sich die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre deutlich erhöht. Bäume nehmen CO₂ durch Photosynthese auf und speichern den Kohlenstoff in ihrem Holz. Wird dieses Holz für langlebige Gebäude genutzt, bleibt der Kohlenstoff über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte gebunden, während im Wald neue Bäume nachwachsen und weiteres CO₂ aufnehmen. Auf diese Weise wird der Atmosphäre kontinuierlich CO2 entzogen und über den Wald sinnbildlich in die gebaute Umwelt ‚gepumpt‘. Nachhaltige Forstwirtschaft und Holzbau können so gemeinsam mit Wiederverwendung und modernen Recyclingtechnologien eine langfristige Kohlenstoffsenke bilden“, erklärt der renommierte Klimaforscher Schellnhuber das grundlegende Fundament der SITCA.
Belastbare Fakten für Wirtschaft und Politik
Die Allianz zielt im Wesentlichen auf die Bereitstellung wissenschaftlicher Fakten und auf das Schaffen von Bewusstsein unter Entscheidungsträgern ab. „Mit SITCA schaffen wir die wissenschaftliche Basis, um Entscheidungsträger aus Politik, Behörden, Immobilien- und Bauwirtschaft weltweit von einem Paradigmenwechsel zu überzeugen. Weg von CO2-intensiven Materialien, hin zu regenerativen Baustoffen“, unterstreicht Dr. Erich Wiesner, CEO von WIEHAG, die zentrale Aufgabe der Allianz.
Ganzheitlichkeit: Biodiversität und Akzeptanz
Für Prof. Dr. Daniela Kleinschmit, Präsidentin des Internationalen Waldforschungsverbandes IUFRO, ist die gesellschaftliche Komponente entscheidend: „Holzbau funktioniert nur mit einem gesunden Wald. Wir integrieren Biodiversität und soziale Aspekte von Beginn an, um die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung sicherzustellen.“ IUFRO wird als wissenschaftlicher Partner im Beirat der Allianz vertreten sein und die Expertise aus einem weltweiten Netzwerk von Forschenden einbringen.
Ein starkes Fundament aus Industrie und Politik
Neben der Wissenschaft stützt sich SITCA auf Schwergewichte der Branche. Die Gründungspartner und seit letzter Woche der erste neue Wirtschaftspartner, die HASSLACHER Gruppe, stehen für die gesamte waldbasierte Wertschöpfungskette.
Bundesminister Norbert Totschnig (BMLUK) begrüßt die Initiative: „Österreich ist Weltspitze im Holzbau. Mit SITCA bauen wir nicht nur Häuser aus Holz, sondern wir schaffen Know-how für eine nachhaltige Zukunft.“
Über SITCA:
Die Science and Timber Construction Alliance (SITCA) ist eine globale Plattform zur Förderung des holzbasierten Bauens auf Basis wissenschaftlicher Evidenz. Informationen unter: www.sitca.earth
Rückfragehinweis:
Gerald Steindlegger, SITCA, IIASA, Senior Advisor, Strategy and Innovation
E-Mail: steindlegger@iiasa.ac.at | Tel: +43 664 922 4906
Ansa Heyl, IIASA, Science Communications Lead
E-Mail: heyl@iiasa.ac.at I Tel: +43 676 8380 7574
Lion Verheyden (Stakeholder Engagement Coordinator IIASA), Peter Rupp (Head of Corporate Sustainability Hilti Group), Georg Schöppl (Österr. Bundesforste), Dr. Erich Wiesner (Geschäftsführer und Eigentümer WIEHAG), Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber (Generaldirektor des IIASA), Prof. Dr. Daniela Kleinschmit (IUFRO), Silke Zoryk (Head of Customer Service Marketing & Communications at Stora Enso), Christoph Kulterer (CEO & Eigentümer HASSLACHER Gruppe), Helmut Spiehs (Geschäftsführer Binderholz Gruppe), Abteilungsleiter DI Dr. Georg Rappold, MBA - Abteilungsleiter der Abteilung III/5 - "Holzpolitik, Bioökonomie und Innovation", Gerald Steindlegger (IIASA), Florian Kraxner (IIASA).
© HASSLACHER Gruppe


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